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Startseite Aktuelle Beiträge Borussia M'Gladbach - 1. FC Nürnberg 2:3
Borussia M'Gladbach - 1. FC Nürnberg 2:3 PDF Drucken E-Mail
Aktuelles
Geschrieben von: Administrator   

In einem torreichen Spiel musste sich Borussia gegen den 1. FC Nürnberg mit 2:3 geschlagen geben.

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Patrick Herrmann glänzte als zweifacher Torvorbereiter. (Foto: RP Online)

SO SPIELTEN SIE:

Borussia: ter Stegen - Jantschke, Stranzl, Dominguez, Daems - Nordtveit (68. Hanke), Xhaka - Herrmann (77. Ring), Arango - de Jong, Cigerci (79. Hrgota). - Trainer: Favre

Nürnberg: Raphael Schäfer - Chandler, Nilsson, Klose, Pinola - Balitsch, Simons - Mak, Kiyotake (88. Cohen), Esswein (77. Gebhart) - Pekhart (60. Polter). - Trainer: Hecking

Schiedsrichter: Christian Dingert (Lebecksmühle)

Tore: 0:1 Klose (17.), 0:2 Simons (26.), 1:2 de Jong (45.), 2:2 Xhaka (53.), 2:3 Kiyotake (55.)

Zuschauer: 52.195

Gelbe Karten: Daems, Arango - Balitsch (3), Simons

Torschüsse: 15:13

Ecken: 5:6

Ballbesitz: 62:38 Prozent

SPIELBERICHT:

Borussia-Coach Lucien Favre ließ nach dem torloses Remis bei Aufsteiger Fortuna Düsseldorf ebenso wie Club-Trainer Dieter Hecking im Vergleich zum 1:1-Unentschieden im Heimspiel gegen Dortmund seine Startelf unverändert. Auf der Nürnberger Ersatzbank fehlte ein Spieler, Feulner musste wegen eines Trauerfalles in der Familie passen.

Nach Plan lief es wahrlich nicht für die Borussia in der ersten Hälfte. Die Gäste aus Nürnberg präsentierten sich als bissiger, unbequemer Gegner, der schon nach wenigen Minuten durch Mak seine Visitenkarte vor dem Gladbacher Tor hinterlegte (4.). Bei Ballbesitz der Hausherren zogen sich die Franken teils weit zurück, attackierten den ballführenden Kontrahenten zielstrebig und bauten so eine intakte, effektive Defensive auf. Aus der versuchte die Hecking-Elf dann immer wieder über die schnellen Außen Esswein und Mak Konter anzubringen.

Vor allem dank gefährlicher Standards gingen die Nürnberger rasch mit 2:0. Das erste Tor bereitete der japanische Mittelfeldregisseur Kiyotake per tückisch getretenem Freistoß vor - Klose brachte die Haarspitzen noch an den Ball und verlängerte neben den rechten Pfosten (17.). Nach einer Ecke des Asiaten war der Belgier Simons sechs Meter vor dem Tor nicht aufzuhalten, nickte wuchtig in die Maschen (25.).

Gladbach hatte weiter mehr Ballbesitz, besaß aber weiterhin gegen die agilen Süddeutschen Probleme. Esswein drehte über links an der Temposchraube, lief quer zum Strafraum nach innen und setzte Mak in Szene. Dessen Distanzschuss strich über das Tor (32.).

Erst gegen Ende der ersten Halbzeit kam die Favre-Elf besser auf. De Jongs fulminanten Versuch konnte Schäfer noch an den Pfosten lenken (37.), es war der Weckruf für seine Mitspieler, die nun auf den Anschluss drängten. Simons hatte Glück, dass sein Einsatz gegen de Jong im eigenen Strafraum folgenlos blieb (43.), dann hatte der niederländische Stareinkauf Premiere: Auf schöne Herrmann-Vorlage musste er die Kugel nur über die Linie drücken und jubelte über sein erstes Ligator (45.).

Spektakulär begann Durchgang zwei, den beide Teams unverändert in Angriff genommen hatten. Zunächst war ter Stegen gefordert, der Torwart entschärfte einen gefährlichen Kiyotake-Freistoß (48.). Auf der Gegenseite wirbelte Herrmann weiter, vernaschte Esswein und legte klug auf Xhaka ab. Dessen abgefälschter Schuss landete zum 2:2 im Tor (53.). Fast im Gegenzug hatte dann Kiyotake seinen großen Auftritt. Der Japaner wirbelte gleich drei Gladbacher schwindelig, schloss anschließend überlegt ab und jubelte über sein erstes Tor für den neuen Verein (55.).

Nach diesen furiosen Minuten begann die Zeit der Wechsel. Pekhart hatte sich müde gelaufen, wurde durch Polter ersetzt (60.), auf der Gegenseite sollte nun Hanke helfen, den erneuten Rückstand auszugleichen (68.). Der Club verteidigte den Vorsprung jetzt mit hohem körperlichem Einsatz, schaffte es gegen bemühte, aber in letzter Konsequenz glücklose Borussen, das 3:2 bis an das Ende der Schlussphase zu halten. Lucien Favre hatte derweil mit Ring (76.) und Hrgota (79.) seine letzten beiden Joker gezogen. Wirkung zeigte dies zwar, sein Team rannte noch einmal an und de Jong sorgte mit einem spektakulären Fallrückzieher an den Pfosten für den letzten Höhepunkt in einem äußerst ansehnlichem Spiel. Doch die erste Saisonniederlage der Borussia war nicht mehr zu vermeiden.

Gladbach startet am Donnerstagabend (19 Uhr) beim zyprischen Meister AEL Limassol in die Gruppenphase der Europa-League. Am Sonntag (15.30 Uhr) geht es für die Borussia dann in Leverkusen in der Liga weiter. Der 1. FC Nürnberg bestreitet hingegen das Freitagabendmatch (20.30 Uhr) vor eigenem Anhang gegen Aufsteiger Eintracht Frankfurt.

Quelle: Kicker.de