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Startseite Aktuelle Beiträge Borussia M'Gladbach - Bayer Leverkusen 3:3 (1:0)
Borussia M'Gladbach - Bayer Leverkusen 3:3 (1:0) PDF Drucken E-Mail
Aktuelles
Geschrieben von: Administrator   

In einem packenden Bundesligaspiel trennte sich Borussia 3:3 (1:0) von Bayer Leverkusen.

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Abflug: Leverkusens Kießling im Duell mit Stranzl (re.). (Foto: kicker.de)


SO SPIELTEN SIE:

Borussia: ter Stegen - Stranzl, Brouwers, Dominguez, Wendt - Nordtveit (77. Hrgota), Ring (60. Xhaka) - Cigerci (84. Hanke), Arango - Herrmann, de Jong. - Trainer: Favre

Leverkusen: Leno - Carvajal, Wollscheid, Schwaab, Boenisch - Rolfes - Lars Bender, Castro (80. Hosogai) - Sam (70. Hegeler), Schürrle - Kießling. - Trainer: Lewandowski

Schiedsrichter: Knut Kircher (Rottenburg)

Tore: 1:0 Stranzl (44.), 1:1 Sam (52.), 2:1 de Jong (58.), 2:2 Kießling (60.), 2:3 Schürrle (64.), 3:3 Herrmann (86.)

Zuschauer: 46.010

Gelbe Karte: - Sam

Torschüsse: 9:23

Ecken: 5:11

Ballbesitz: 50:50 Prozent

SPIELBERICHT:

Mönchengladbachs Coach Lucien Favre konnte im Vergleich zur 1:2-Niederlage in Nürnberg wieder auf Nordtveit (nach Kniebeschwerden) zurückgreifen, musste dafür aber auf Jantschke (5. Gelbe Karte) und Marx (Beckenprellung) verzichten. Drei Wechsel gab's beim VfL: Nordtveit, Ring und Stranzl ersetzten Jantschke, Marx und Rupp. Leverkusens Trainer Sascha Lewandowski fehlten nach der 2:3-Niederlage gegen Dortmund sowohl Reinartz (Infekt) als auch Toprak (Gelb-Sperre). Schwaab und Sam durften dafür ran. Castro spielte daher im Mittelfeld neben Bender und Rolfes.

Bayer erwischte den schwungvolleren Start und erspielte sich rasch optische Vorteile. Die Werkself hatte mehr Zug zum Tor, agierte druckvoll nach vorne und erarbeitete sich auch bald erste Gelegenheiten. Castro (2.), Schürrle (3.) und Bender (9.) nutzten diese aber nicht. Nach einer Viertelstunde kam es im Gladbacher Strafraum zu einem Zusammenprall von Kießling und Stranzl, woraufhin der Leverkusener Elfmeter forderte. Schiedsrichter Knut Kircher bewertete diese äußerst knifflige Szene anders und winkte ab.

Die Leverkusener machten zweifellos den besseren Eindruck, nur verloren sie mit zunehmender Spieldauer immer mehr an Zielstrebigkeit und kamen in der Folge über Halbchancen (Schürrle, 19., Sam, 27.) nicht hinaus. Das war immerhin noch mehr, als die Fohlen zustande brachten. Offensiv ging bei der Borussia überhaupt nichts. Die Favre-Elf spielte fahrig, wirkte im Spielaufbau nervös, leistete sich eine Fülle an Fehlpässen und war demnach an Harmlosigkeit nicht zu überbieten. Bezeichnend: Gladbach hatte in den ersten 40 Minuten weder einen nennenswerten Torschuss noch eine Ecke zu vBayer half das aber auch nicht viel, denn die Leverkusener nutzten ihren Chancen nicht. Wollscheid (35.) und Boenisch (36.) scheiterten an ter Stegen, während Sekunden zuvor Schürrle wegen einer hauchdünnen Abseitsentscheidung der Torjubel verwehrt blieb. Kurz vor dem Halbzeitpfiff schenkte Wollscheid den Hausherren dann einen Eckball, was Folgen haben sollte: Nordtveit zirkelte das Leder von rechts nach innen, wo sich Stranzl gegen eben jenen Wollscheid behauptete und den Ball im Anschluss mit der linken Schulter ins lange Eck zum 1:0-Pausenstand beförderte (44.).

Nach Wiederanpfiff änderte sich am Geschehen auf dem Rasen zunächst nichts. Die Werkself machte das Spiel, Gladbach lauerte auf Konter. Die Favre-Elf agierte jedoch zu passiv und kassierte nach 52 Minuten dafür die Quittung: Kießling legte für Sam auf, der den Ball aus 17 Metern zentraler Position sehenswert in die Maschen schlenzte und den hochverdienten Ausgleich bewerkstelligte.

Das war der Weckruf für die Gastgeber, die urplötzlich den Schalter umlegten und auf einmal offensiv agierten. Das zahlte sich aus: Stranzl (54.) scheiterte noch an Leno, ehe de Jong Arangos mustergültige Flanke per Kopf zum 2:1 veredelte (58.). Bayers Antwort ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Nur zwei Minuten später bediente Boenisch Kießling im Fünfmeterraum, der unbedrängt einschob und sein 100. Bundesligator perfekt machte. Damit nicht genug, denn etwas später hob Stranzl bei Castros genau getimten Pass auf Schürrle das Abseits auf. Der Leverkusener bedankte sich und überwand ter Stegen aus kurzer Distanz - 3:2 (64.).

Die Favre-Elf brauchte eine Weile, um diesen Schock zu verdauen, und hatte es auch der fahrlässigen Chancenverwertung der Werkself zu verdanken, dass die Partie nicht vorzeitig entschieden wurde - Schürrle (79.) und Rolfes (80.) ließen beste Möglichkeiten ungenutzt. Das sollte sich rächen, denn in der 86. Minute trat Arango einen Freistoß von links. Brouwers warf sich im Fünfer ins Getümmel und brachte die Kugel zu Herrmann, der aus wenigen Zentimetern Entfernung einnickte. Damit war das Spektakel aber noch längst nicht zu Ende, denn Bayer hätte in der ersten Minute der Nachspielzeit abermals treffen können. Ter Stegen behielt aber gegen Kießling die Oberhand und hielt so den hart erkämpften Punkt fest.

Beiden Mannschaften steht nun eine englische Woche bevor! Borussia Mönchengladbach empfängt am kommenden Donnerstag (21.05 Uhr) in der Europa-League-Zwischenrunde Lazio Rom, Bayer Leverkusen hat am selben Tag (19 Uhr) im Rahmen desselben Wettbewerbs den portugiesischen Spitzenklub Benfica Lissabon zu Gast. In der Bundesliga geht es für beide Teams am darauffolgenden Samstag weiter: Gladbach reist dann zum HSV, die Werkself hat Heimrecht gegen Augsburg. Anpfiff ist jeweils um 15.30 Uhr.

Quelle: Kicker.de