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Startseite Aktuelle Beiträge 1. FC Nürnberg - Borussia M'Gladbach 1:0
1. FC Nürnberg - Borussia M'Gladbach 1:0 PDF Drucken E-Mail
Aktuelles
Geschrieben von: Administrator   

In einem Spiel, das von zwei nahezu fehlerfreien Abwehrreihen bestimmt wurde, fielen 86 Minuten lang keine Tore. Kurz vor dem Ende sorgte Albert Bunjaku für den Sieg der gastgebenden Nürnberger.

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Eine schmerzhafte Niederlage für Favre & Co. in Nürnberg (Foto: Olaf Kozany / TORfabrik.de)

SO SPIELTEN SIE:

Nürnberg: Raphael Schäfer - Feulner, Maroh, Wollscheid, Hlousek - Simons - Chandler (69. Eigler), Hegeler (84. Bunjaku), Didavi (79. Cohen), Esswein - Pekhart. - Trainer: Hecking

Borussia: ter Stegen - Jantschke, Stranzl, Dante, Daems - Nordtveit (90. Brouwers), Neustädter - Reus, Arango - Hanke, de Camargo (81. Wendt). - Trainer: Favre

Schiedsrichter: Tobias Welz (Wiesbaden)

Tore: 1:0 Bunjaku (87.)

Zuschauer: 45.675

Gelbe Karten: Pekhart (5) - Daems

Torschüsse: 15:8

Ecken: 5:0

Ballbesitz: 37:63 Prozent

SPIELBERICHT:

Mönchengladbachs Coach Lucien Favre wechselte nach dem 1:1 gegen den HSV ebenfalls einmal: Der zuletzt angeschlagene Stranzl erhielt in der Innenverteidigung den Vorzug vor Brouwers.

Die Nürnberger begannen verhalten und überließen den Gästen die Spielmacherrolle. Gladbach nahm sich dieser Aufgabe gerne an und legte den Vorwärtsgang ein. Mit ständigen Positionswechseln und konsequentem Flügelspiel wollten die "Fohlen" die Club-Defensive auseinanderreißen - das klappte aber nur bedingt. FCN-Schlussmann Schäfer musste lediglich bei Schüssen von Reus (4.) und Hanke (6.) eingreifen. Die Franken ihrerseits erwarteten die Gladbacher an der Mittellinie und wollten dann über schnelle Konter zum Erfolg kommen. Zu nennenswerten Abschlüssen kam der Club zunächst aber nicht.

Auf beiden Seiten fehlte es an der nötigen Genauigkeit im Passspiel, sodass die jeweiligen Abwehrreihen kaum Probleme hatten, Gefahr vom eigenen Kasten fernzuhalten. Die Favre-Elf zeigte immerhin etwas mehr Zug zum Tor und Mut zum Abschluss - Arango wurde von Hlousek geblockt (17.), Hankes harmloser 17-Meter-Schuss landete in den Armen von Schäfer (20.). Die Gladbacher hatten ein klares Plus an Ballbesitz, konnten daraus aber kein Kapital schlagen. Auf der Gegenseite operierten die Nürnberger häufig mit langen Bällen, die jedoch kaum bei ihren Adressaten ankamen.

Vorne pfui, hinten hui - so könnte man den Auftritt beider Teams beschreiben. Beide Abwehrreihen standen durchaus sicher und ließen nichts anbrennen. Das hatte aber auch zur Folge, dass die Partie lange Zeit ereignislos vor sich hin plätscherte. Für den ersten nennenswerten Abschluss in Richtung Tor von ter Stegen war dann Didavi verantwortlich, der 22-Jährige zirkelte einen Freistoß ein gutes Stück drüber (35.). Etwas später kam der Ball dann erstmals aufs Gäste-Tor: An seinem 25. Geburtstag prüfte Maroh ter Stegen per Kopf (41.). Der 19-Jährige parierte und leitete den direkten Konter über Reus und Nordtveit ein. Weil der Norweger aber zu lange brauchte, um den Ball im Strafraum zu verarbeiten, ging es letztlich torlos zum Pausentee.

Nach dem Seitenwechsel wurde die Begegnung etwas lebhafter und hatte rasch den ersten Aufreger zu bieten: Chandler patzte bei einer Flanke von rechts und eröffnete damit Arango die große Chance. Der Venezolaner scheiterte allerdings an Schäfer (48.). Drei Minuten später ging ein großes Raunen durchs weite Rund: Im Sprintduell fuhr Jantschke als letzter Mann gegen Esswein den rechten Arm aus, der Nürnberger fiel. Die Pfeife von Referee Tobias Welz blieb stumm.

Insgesamt war nun mehr Tempo drin, auch wenn die glasklaren Möglichkeiten weiter absoluten Seltenheitswert hatten. Zu uninspiriert präsentierten sich die Offensivreihen, und zu stabil die Abwehrreihen. Nach einer Stunde verschätzte sich jedoch Daems bei Essweins Lupfer und hatte dann Glück, dass Chandler aus spitzem Winkel vergab.

Mit zunehmender Spieldauer strahlten die Franken in diesem wenig erquickenden Duell zusehends mehr Torgefahr aus, auch wenn die Borussen weiterhin mehr Ballbesitz hatten. So kam Maroh nach einem Freistoß am linken Pfosten nur einen Schritt zu spät (76.), während Feulner aus der Distanz am stark reagierenden ter Stegen scheiterte (78.). Der Club war mittlerweile am Drücker und wollte mehr, Hecking brachte mit Bunjaku einen weiteren Stürmer. Und der Joker sollte kurz nach seiner Einwechslung stechen! Wollscheid luchste Arango den Ball ab und passte gleich auf Esswein. Dieser nahm Fahrt auf, drang bis zur Grundlinie durch und bediente in der Mitte Bunjaku, der aus fünf Metern den 1:0-Siegtreffer markierte (87.).

Für beide Mannschaften wird es am kommenden Samstag wieder ernst. Nürnberg gastiert in Mainz, Borussia Mönchengladbach empfängt den SC Freiburg.

Quelle: Kicker.de