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Borussia - St.Pauli: Borussia schlittert immer tiefer in die Krise PDF Drucken E-Mail
Aktuelles
Geschrieben von: Administrator   

Borussia schlittert tiefer in die Krise.

Gegen den FC St. Pauli führte die zaghafte Frontzeck-Elf zwar lange mit 1:0. Doch wieder einmal kassierten wir nach einer Standardsituation ein Gegentor - und gaben das Spiel komplett aus der Hand.

Gladbach-Coach Michael Frontzeck vertraute trotz der blamablen Vorstellung beim 0:7 in Stuttgart weitgehend den gleichen Spielern. Einzig Abwehrchef Dante musste nach seinem Mittelfußbruch ersetzt werden. Für ihn spielte Neuzugang Anderson in der Innenverteidigung.

Den Borussen war die Verunsicherung nach den schlechten Ergebnissen der vergangenen Spiele deutlich anzumerken. Die Gastgeber begannen zurückhaltend, hatten allerdings den ersten Aufreger auf ihrer Seite, als Reus nach Doppelpass mit Arango einschoss, der Venezolaner aber im Abseits gestanden hatte (6.). Auf der anderen Seite ging Idrissou im Strafraum überaus risikoreich gegen Boll zu Werke und hätte sich über einen Elfmeterpfiff nicht beschweren können (12.).

St. Pauli war in der Anfangsviertelstunde klar das aktivere Team. Doch der Stanislawski-Elf fehlte die Durchschlagskraft, außer einigen Ecken brachten die Offensivbemühungen nichts ein. Morenas Premiere fand nach nur 22 Minuten ein unliebsames Ende. Der Kapitän musste angeschlagen runter, Zambrano kam (23.).

Borussia hatte inzwischen ein wenig besser ins Spiel gefunden. Levels' Hereingabe aus dem rechten Halbfeld beförderte Herrmann im Rutschen neben das Tor (17.), nach Bradleys öffnendem Pass war Reus' Hereingabe auf Idrissou etwas zu ungenau (21.).

Eine Standardsituation bescherte unserer Borussia die Führung: Nach einer Ecke gewann Idrissou im Strafraum das Kopfballduell gegen Rothenbach und zwang Torhüter Kessler zu einem Glanzreflex. Der ungedeckte Arango war jedoch zur Stelle und schoss zur Führung ein (25.). Eine Erleichterung für die Borussia, die ihre Zurückhaltung allerdings auch danach nicht ablegte. So hatte St. Pauli weiterhin mehr Ballbesitz, wusste damit jedoch herzlich wenig anzufangen. Vielmehr war Gladbach dem zweiten Tor nahe, als Bradleys 20-Meter-Schuss nur knapp rechts vorbeirauschte.

Kurz nach dem Wechsel musste St. Pauli erneut verletzungsbedingt wechseln. Boll musste mit einer Oberschenkelzerrung raus und wurde von Bartels ersetzt. Gegen weiter auf Konter lauernde Gladbacher drängte der Aufsteiger auf den Ausgleich. Die Partie wurde jetzt intensiver geführt als noch im ersten Durchgang. Bei einer weiteren strittigen Szene im Gladbacher Strafraum (Bradley gegen Kruse, 54.) blieb Aytekins Pfeife erneut stumm.

Doch St. Pauli wurde jetzt stärker. Zambranos Schuss wurde von Marx kurz vor der Linie geblockt (56.). Die Borussia wurde zwar noch einmal durch einen Standard gefährlich, Arangos Freistoß klatschte an den Außenpfosten (59.), doch die Gäste hatten nun klar das Kommando übernommen. Als letzte Initialzündung wirkte die Einwechslung Asamoahs, der wie schon beim 1:1 gegen den HSV nicht lange brauchte, um heißzulaufen. Von Zambrano nach Takyis Ecke bedient, köpfte der Angreifer drei Minuten nach seiner Einwechslung aus kurzer Distanz ein (66.) - sein erstes Pflichtspieltor für St. Pauli und schon der neunte Gegentreffer der Borussia nach einer Standardsituation.

Der Aufsteiger hatte nun deutlich Oberwasser und brauchte nur fünf Minuten, um das Spiel komplett zu drehen. Wieder war es Asamoah, der einen Klärungsversuch erzwang. Dieser landete genau im Lauf von Bartels, der von Brouwers im Strafraum gefoult wurde. Diesmal zeigte Aytekin auf den Punkt. Bruns behielt die Nerven und verlud Bailly.

Frontzeck musste jetzt reagieren und brachte mit Bobadilla und Matmour zwei Stürmer. Doch Idrissou vergab die besten Möglichkeiten der Borussia, die vergeblich Elfmeter forderte, als Bobadilla im Duell mit Kessler zu Boden ging. In der Nachspielzeit hätte St. Pauli für die Entscheidung sorgen müssen. Doch erst scheiterte Asamoah freistehend vor Bailly, dann jagte Bartels den Ball am zweiten Pfosten aus kurzer Distanz in die Wolken. Bei der Aktion wurde der Hamburger von Daems am Kopf getroffen und musste behandelt werden. Während dieser Pause gab es eine Rangelei, infolge derer Idrissou die Ampelkarte sah.

So spielten sie:

Borussia: Bailly – Levels, Brouwers, Anderson, Daems – Marx (78. Matmour), Bradley – Herrmann (74. Bobadilla), Arango – Reus, Idrissou

St. Pauli: Kessler - Rothenbach, Morena (22. Zambrano), Thorandt, Oczipka, Boll (51. Bartels), Lehmann, Bruns, Takyi, Kruse (63. Asamoah) - Ebbers

Tore: 1:0 Arango (25.), 1:1 Asamoah (66.), 1:2 Bruns (71., Foulelfmeter)

Zuschauer: 41.080

Gelbe Karte: Idrissou, Marx - Zambrano, Thorandt

Gelb-Rote Karte: Idrissou (90.)